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Berlin 2006

Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!

Neun wackere Veteranos erobern die Hauptstadt

Wie immer top motiviert und hervorragend ausgestattet trafen wir uns am Nachmittag des 15.12.2006 in Hittfeld, um uns auf den Weg nach Berlin zu machen. Jenner hatte einen Superbus organisiert, der eine riesige Ladefläche hatte. Damit kamen wir auch während der Fahrt immer gut ans Mineralwasser. Den ersten Stopp mussten wir in Wilhelmsburg einlegen. Nicht nur um weitere Veteranen einzuladen, sondern auch um die extreme Mangelversorgung während der ersten Teilstrecke auszugleichen.

Außerdem trinkt sich Glühwein während der Fahrt sehr schlecht.Der Rest der Fahrt gestaltete sich eher unspektakulär: Keine Staus, ausreichend zu Essen und zu Trinken, nur wenige Pinkelpausen, und unsere Unterkunft haben wir auch relativ schnell gefunden. Das Horst-Korber-Zentrum liegt in unmittelbarer Nähe des Olympiastadions und war für uns damit eine gute Ausgangsbasis. Nachdem geklärt war, wer sich mit wem das Badezimmer teilt, ging es auch schon zwecks Turniervorbereitung los Richtung Berlin-Zentrum. Zuerst holten wir uns heiligen Beistand und eine Pizza im Restaurant „Zwölf Apostel“ anschließend erfolgte die Versorgung mit Mineralien in der „Bierbörse“. Einige hatten dann doch schon wieder Heimweh und sind noch schnell in die Zappelbude „Hafenbar“. Fast wie auf dem Kiez. Am nächsten Morgen fiel das Aufstehen entsprechend schwer, und der Arzt hatte alle Hände voll zu tun. Die ersten beiden Spiele dienten dann auch eher der Rekonvaleszenz, konnten aber trotzdem mit 6:3 gegen HSG Charlottenburg und klar mit 11:3 gegen HSG Kreuzberg gewonnen werden. Im dritten Vorrundenspiel trafen wir auf den Titelverteidiger und Turnierfavoriten AC Berlin. Es war ein hart umkämpftes Spiel mit einem gerechten 4:4 Unentschieden. Es galt jetzt noch das Spiel gegen SSG Humboldt in der Vorrunde zu überstehen, um in die Hauptrunde einzuziehen. Das Spiel endete mit einem Sieg für uns, und wir waren mit dem bis dahin Erreichten schon sehr zufrieden, da wir auch guten Handball gespielt haben. Der handballerische Höhepunkt war allerdings das Halbfinale gegen die Bernauer Bären. Aus einer soliden Deckung heraus haben wir in den ersten Minuten ein wahres Feuerwerk im Angriff entfacht und lagen souverän mit 4:0 vorne. Dann mussten wir allerdings unserem kleinen Kader, der kurzen Pause vor dem Spiel sowie der in den Finalrunden verlängerten Spielzeit Tribut zollen. Konnten aber kurz vor Schluss doch noch eine ungefährdeten Sieg herausspielen.Im Finale - wiederum gegen Vorrundengegner AC Berlin – war dann allerdings die Kraft endgültig zu Ende. Zur Halbzeit lagen wir zwar nur mit einem Tor zurück, hatten aber in der zweiten Hälfte nichts mehr zuzusetzen. Wir mussten uns mit einer Tordifferenz von 3 Treffern geschlagen geben.. Es blieb uns nichts anderes übrig, als dem AC Berlin zur Titelverteidigung zu gratulieren.Meister der guten Laune waren aber eindeutig wir: Im Sportzentrum gab es dann auch endlich das erste und wohlverdiente Bier des Tages. Nach der obligatorischen Reinigung der faltigen Körper (was sich bei einigen aufgrund der permanent zunehmenden Schmerzen in den Gliedern doch schon ziemlich lange hinzog) sind wir zum Europa-Center am Kudamm gefahren. Dort haben wir uns eher interkulturellen Dingen gewidmet: Ein kleiner Eierpunsch auf dem Weihnachtsmarkt, Riesenschnitzel in einem bayerischen Restaurant und Live-Musik in einem irischen Pub.Gegen Mitternacht machte sich dann allerdings der lange Turnierverlauf, das hohe Alter (es war immerhin ein Turnier für über Vierzigjährige) und die lange Nacht von Freitag auf Samstag bemerkbar. Einen kleinen Absacker in einer Bar bzw. in der Lobby des Sportzentrums und die müden Krieger sanken in die Heia. Außerdem mussten einige der Veteranen ja auch am nächsten Tag schon wieder in der Dratelnstraße Handball spielen.Resümee: Es hat einfach wieder alles gestimmt! Tolle Organisation, super Leistung und gute Gespräche mit sehr netten Leuten. Veterano – was willst Du mehr!

 

[Matze]