Die Wilhelmsburgfahne wurde zwischen die gegenüberliegenden Gepäcknetze geklemmt, so dass sich zwar die größeren Fahrgäste bücken mussten insgesamt aber alle unseren bunten Haufen mit einem großmütigem Lächeln bedachten.
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Nach 8 stündiger feuchtfröhlicher Fahrt wurden wir in Prag vom Veranstalter in Empfang genommen und zum Hotel begleitet. Dort trafen wir dann auf einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Prag, der uns für die Dauer unseres Aufenthaltes betreuen sollte. Zwischenzeitlich war die morgendliche Müdigkeit auch einem unruhigem Tatendrang gewichen. Taschen abgestellt, organisatorisches besprochen und dann ab in die Tram zum Wenzelsplatz im Prager Stadtzentrum. In bester Touri-Manier schlenderten wir durch die Gassen und fanden schliessen Rast in einer urtypischen Prager Kneipe, die etwas ab vom Tourismusrummel lag. Dazu nur soviel : Tschechisches Bier ist auch sehr lecker.
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Der nächste Morgen begann dann allerdings wieder früh. Turnierbeginn 9:00 Uhr. Insgesamt spielten wir gegen 4 tschechische und einer deutschen Mannschaft. Als besonderer „Leckerbissen“ zählte auch die Mannschaft von Dukla-Prag als Gegner. Ausgerüstet mit 5 ehemaligen Nationalspielern und dem ehemaligen Tschechischen Nationaltrainer war diese Mannschaft zum Turnier erschienen. Bereits in den ersten Spielen zeigte Dukla, wer Herr im Hause ist. So gewannen sie gleich ihr erstes Spiel gegen Libcice mit 7:1 !
Erstaunlicherweise gelang es uns aber auch, unseren Körpern, trotz des vorangegangenen schlauchenden Tages noch einiges an Energie abzutrotzen. Gegen Glauchau ( bei Leipzig ) 7:4 , Libcice 7:3 und Boleslav 4:3. . Im vierten Spiel kam es dann endlich zur Begegnung Dukla Prag gegen Inselveteranen Wilhelmsburg. Ganz ehrlich : Es ist schon ein tolles Gefühl, gegen eine Mannschaft wie Dukla, gespickt mit soviel National- und Ligaspielern anzutreten. Da war das Ergebnis eigentlich fast schon zweitrangig. Uns packte dann noch ordentlich der Ehrgeiz, so dass Dukla noch mal einen Zahn zulegen musste, in Gefahr konnten wir sie jedoch nicht bringen. Egal, das anschliessende Mannschaftsfoto bekommt einen Ehrenplatz.
Das letzte Spiel brachten wir mit einer kurios starken Deckungsleistung ( der Gegner schaffte es bei einer Angriffsdauer von 3 Minuten nicht, gefahrvoll auf Tor zu werfen ) gewonnen über die Runden.
Als Turnierzweiter, der sich nur gegen den amtierenden Alt-Herrenweltmeister geschlagen geben musste, beendeten wir diesen Tag als
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Vizeweltmeister!!!
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Danach stellten wir fest : Das Bier schmeckt immer noch. Wer nun glaubt, nach solchen Strapazen gehören Männer unseres Alters zur Regeneration ins Bett, der täuscht sich gewaltig. Ab ging es zur Sightseing-Tour mit unserem Botschaftsbetreuer. Die Prager Burg, die Botschaft der inzwischen beühmten Genscherworte zur Ausreisegenehmigung, Prager Altstadt, Karlsbrücke stand auf dem Programm ! Und das zu Fuß ! Ach ja, und auch in der Prager Altstadt schmeckt das Bier gut. Hier gedachten wir auch mitleidsvoll allen Mannschaftskameraden, denen eine Mitfahrt nicht möglich war.
Die Siegerehrung fand abends in einem urigen tschechischem Restaurant statt. Dort kennt man nun seit unserem Aufenthalt auch „ Auf der Reeperbanh nachts um halb eins ... „.
Als Vizeweltmeister wurde uns ein Pokal, ein handgefertigter Bierkrug ( ach, hatte ich erwähnt, dass das Bier in diesem Lokal auch lecker schmeckte ? ) eine Urkunde ...und als Highlight noch ein Original Dukla-Prag Trikot überreicht.
Unsere anschliessende Feier in einer Prager Disco, in der übrigens das Bier ganz vorzüglich mundete, endete spät in der Nacht ( oder Frühe wie man es halt nimmt ).
Nach einer dann doch etwas zu kurz ausgefallenen Nachtruhe nutzten wir die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges noch zu einem weiteren Stadtbummel ....und, was soll ich sagen..., das Bier.. nun gut..ihr wißt schon. Ein Erlebnis besonderer Art hielt noch die Bundesbahn für uns bereit. Ursprüngliche Ankunft in Hamburg sollte um 23.00 Uhr sein. Nach einem 3 stündigen Aufenthalt in Berlin aufgrund technischer Defekte kamen wir erst um 02:00 Uhr in Hamburg an. Diesen Umstand in Anbetracht der vorangegangen Tage konnte man uns am nächsten Tag deutlich an den Augenrändern ablesen. Aber eines ist gewiß :
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In Prag waren wir nicht das letzte Mal !
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Nachdem Volker dann im Bus für den Abend Fotoverbot erteilt hat, mussten wir auf Video umsteigen - Hier die Beweise, dass wir Spaß hatten:
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